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 Die Saison ist beendet

 Die aktuelle Bausituation

 Das Portal von Sant Roc in Maó

 Sind so kleine Sterne

 Kurznachrichten

 Restaurant: itake

  Die Redaktion stellt vor: Ralf Freiheit

 Ausflug zum Ecomuseum

Der Reiseführer
Reiseführer, Menorca - a poc a poc von Ralf Freiheit
 

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Menorca, die unentdeckte Baleareninsel
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Die Saison ist beendet

Was sagt die Statistik

Hotels, Campinganlagen, Restaurants und Bars sind geschlossen. Hotelbesitzer und Geschäftsleute ziehen ein abschließendes Resümee. Es war ein deutlicher Rückgang an Besuchern zu spüren. Für die Insel Menorca eine gute Entwicklung.

Gründe für den teilweise starken Rückgang sind das preisgünstige Urlaubsangebot in der Türkei und anderen osteuropäischen Ländern, die Einführung der Ecotaxa u. die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Nun ist abzuwarten, ob im kommenden Jahr durch qualitativ hochwertige Angebote ein Ausgleich geschaffen werden kann.

Mit dem Flugzeug angereiste Touristen

  2001 2002

%

Spanien 150.433 168.560 12,0%
Deutschland 129.944 94.163 -27,5%
England 553.127 533.155 -3,6%
Frankreich 3.290 3.497 6,3%
Italien 41.435 49.287 19,0%
Schweiz 7.142 6.086 -14,8%
Belgien 7.569 6.583 -13,0%
Schweden 7.814 11.009 40,9%
Holland 15.191 12.626 -16,9%
Österreich 2.290 681 -70,3%
Irland 26.896 26.589 -1,1%
Sonstige 2.420 5.769 138,4%
Summe 949.552 920.007 -3,1%

Mit dem Schiff angereiste Touristen

  2001 2002

%

Mahon 65.627 70.704 7,7%
Ciutadella 42.228 52.220 23,7%
Summe 107.855 122.924 14.0%

Im Gegensatz zum Flugreiseverkehr hat der Anteil an Besuchern die mit der Fähre von Barcelona oder Mallorca anreisten mit +14 % deutlich zugenommen.

Insgesamt hat der Anteil deutscher Touristen um über 35.000 auf 94.163 Personen abgenommen. Menorca kam als Baleareninsel mit -3,1% gegenüber Ibiza -8,3 % und Mallorca -8,0 % am besten weg.

Quelle: Menorca-Info, Finestra Turística

Die aktuelle Bausituation
Trotz Besucherrückgang ist der Bauboom ungebrochen

Obwohl die Anzahl der Besucher in 2002 deutlich zurück ging, wird weiter gebaut. Mit 192 Appartements und Zimmern baut die Hotelkette Grupotel in Son Xoriguer das dritte Hotel. Das Grupotel Club Turquesa Mar soll im Juni 2003 fertig werden. Die aktuelle Bausituation ist auf dem Foto zu sehen. Die Eröffnung des zuletzt fertig gestellten Hotels Macarella hat sich um ein Jahr verzögert.

Grupotels - eine der größten Hotelketten auf Menorca

Inzwischen gibt es folgende 7 Anlagen:
- Tamariscos *** in Cala'n Bosch
- Aldea Cala'n Bosch *** in Cala'n Bosch
- Mar de Menorca *** in Es Canutells
- Club Menorca *** in Son Xoriguer
- Entreplayas **** in Son Xoriguer
- Playa Club **** in Son Xoriguer
- Macarella **** in Cala'n Bosch
- Club Turquesa Mar **** in Son Xoriguer


Baustand im Juli 2002


Baustand Anfang Oktober 2002

Das Grupotel Turquesa Mar ist ab 15. Juni 2003 bei TUI buchbar. Wir werden selbstverständlich in regelmäßigen Abständen über den weiteren Baufortschritt mit neuen Fotos berichten.

Quelle: Menorca-Info

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Das Portal von Sant Roc in Maó

Einzigartiger Zeuge turbulenter Zeiten
 
Durch seine Bögen sind schon viele Regenten, Geschäftsleute und Piraten geschritten

Das Portal von Sant Roc ist das einzige Tor der mittelalterlichen Stadtmauern von Maó, das heute noch erhalten ist. Einigen Historikern zur Folge stürmten durch dieses Barbarossa und seine Piratenbande in jenem unheilvollen Jahr 1535 die Stadt, dem schlimmsten und blutigsten Vandalenakt Menorcas.

Das Portal von Sant Roc ist heute ein einzigartiges architektonisches Wahrzeichen der Stadt Maó. Einerseits ist es der einzige wichtige Rest, der noch von der im 14. Jahrhundert gebauten die Stadt einschließenden Wehranlage übrig ist. Andererseits vermittelt es dieses mysteriöse und beunruhigende Gefühl, das alle Szenarien gemeinsam haben, wo sich die Geschichte in Tragödie verwandelt.

Der von den Mauern eingeschlossene Bereich war kaum sechs Hektar groß und war durch mehrere Tore zu erreichen: Das Portal del Mar, das Tor zum Meer, das einzige, das zum Hafen führte; Das Neue Tor; Das Hannover-Tor, so vom damaligen britischen Regenten Richard Kane zu Ehren dieser englischen Dynastie genannt; Und das Portal von Sant Roc, auch das Obere Tor (Portal de Dalt) genannt.

Der heutige Denkmalkomplex besteht aus zwei mit Schießscharten bewehrten quadratischen Türmen, die mit einer als Wohnung benutzten Brücke verbunden sind unter welcher heute eine der spektakulärsten Zugangsstraßen zum Zentrum von Maó hindurchführt.

Das Portal von Sant Roc befindet sich in der Straße Calle Sant Roc, s/n. Es dient heute als Zugang zur Altstadt von Maó.

Quelle: Visit BalearsSeitenanfang

Vermutliches Eroberungstor von Barbarossa und seinen Piraten

Doch war dieses Verteidigungswerk nicht ausreichend, um einen Piraten wie Barbarossa und seine türkischen Genossen abzuhalten, die 1535 die Stadt scheinbar durch dieses Tor stürmten und ein brutales Blutbad anrichteten. Die Zerstörungen waren so schlimm, dass die Reparatur der Stadtmauern mehr als hundert Jahre brauchte.

Im 17. Jahrhundert spielte dieses Tor wieder eine wichtige Rolle, doch diesmal eine glücklichere, indem es zur Achse der Entwicklung des Maó außerhalb der Stadtmauern wurde. Die Tendenz, alte Stadtmauern einzureißen, um das Wachstum der Stadt zu erleichtern, brachte es jedoch mit sich, dass 1868 mit der Zerstörung der Wehrbauten begonnen wurde. Einziger Überlebender und Zeuge solch bewegender Vorfälle ist das Portal von Sant Roc, heute ein Ruhepunkt im pulsierenden Zentrum von Maó.

Portal Sant Roc
Portal von Sant Roc

Sind so kleine Sterne

Menorca - wie hätten wir's denn gern: im Ferienhaus, dem vertrauten? Oder lieber im Großhotel? Ein Experiment mit Familie

Von Wolfgang Lechner

Unser Dorf auf Menorca heißt C.; der volle Name ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass C. ein richtiges Dorf ist: mit einer Bar, einem Gemischtwarenladen, einem kleinen Hotel und zwei Telefonzellen. Die eine Telefonzelle steht an der Bushaltestelle. Dort treffen sich am Abend die Jugendlichen.
Die Frau vom Gemischtwarenladen heißt Obdulia, und Abelardo, der Mann von der Bar, ist ihr Bruder. Unsere Kinder nennen ihn Servido, weil er jedes Mal »Servido!« sagt, wenn er einen cafe solo auf den Tisch stellt. »Zu Diensten!«

Das kleine Hotel gehört Manolo. Genauer: dem dicken Manolo. Dann gibt es noch den Goldzahn-Manolo. Das ist der Gemeindearbeiter. Mit ihm und seiner Frau üben wir in Abelardos Bar immer Spanisch.

C. liegt an der einen Seite einer lang gezogenen, felsigen Bucht. Von den Klippen gegenüber springen die Jugendlichen tagsüber um die Wette ins Wasser, und am Ende der Bucht gibt es einen winzigen Sandstrand. Nachts hören wir, wie das Wasser in der Bucht gegen die Felsen schmatzt. Sonst nichts.

Seit zehn Jahren kommen wir jeden Sommer nach C., mindestens für drei, meistens für vier Wochen. Wir mieten eines der Sommerhäuschen in der ersten Reihe, packen unsere Bücher aus und hängen die langen Hosen in den Schrank. Dann beginnt der erholsamste Urlaub der Welt. Früher hieß so was Sommerfrische. So sollte es immer bleiben ...

Ein Neubau trotz Baustopp

Doch dann hat uns irgendein Schlaumeier in der Kultusministerkonferenz oder wo auch immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Plötzlich beginnen die Hamburger Sommerferien erst spät im Juli und lappen in den August hinein. In diesem Monat aber hat ganz Spanien Urlaub. Unmöglich diesmal, ein Häuschen in C. für drei, gar für vier Wochen zu mieten! Nach zehn Tagen müssen wir raus, weil Gäste aus Madrid kommen.

So landen wir in Punta Prima. Im Insotel Club. Wir haben schon in den Jahren zuvor von dem Hotel gehört: Neubau, gigantisch große Anlage, das einzige Fünf-Sterne-Hotel auf Menorca. Zuerst Probleme mit den Handwerkern, weil das Bauvorhaben alle Kapazitäten der Insel überfordert. Dann Probleme mit den Gästen, weil in der ersten Saison nicht alles fertig war. Das Insotel war Inselgespräch.

Eigentlich nämlich gibt es auf Menorca seit Jahren ein Gesetz, das Hotelneubauten kaum noch oder nur unter strengsten Auflagen erlaubt.

Unsere einheimischen Freunde klären uns auf: X. erzählt von einer Baugenehmigung, die älter war als das Gesetz - und von Verbindungen der Insotel-Bosse bis in die Spitzen der spanischen Regierung. Núria (die wir hier so nennen können, weil irgendeine Spanierin immer Núria heißt) hält mit bedeutungsschwerer Geste ihre hohle Hand nach hinten und murmelt etwas vom alcalde, dem Bürgermeister. Aber Núria denkt auch praktisch. Appartements mit Dusche und Badewanne? Täglich frische Handtücher? Frühstücksbuffet? Kinderbetreuung? Da gibt sie uns ihren Segen.

Fünf-Sterne-Hotel gegen Ferienhaus. Warum nicht? Einen der wesentlichen Unterschiede entdecken wir gleich am ersten Morgen: Im Hotel ist immer ein Mechaniker zur Stelle, wenn man ihn braucht. »Kommen Sie schnell!«, ruft die fremde Frau von weitem. »Ihr Sohn!« Ich lasse mein Buch fallen, renne ihr nach, zwei Häuserreihen weiter, da liegt Rafael, und neben ihm kniet ein Mechaniker in blauer Montur. Er zerlegt mit Ringschlüssel und Kreuzschraubenzieher gerade Rafaels Skateboard, denn - zwischen Achse und Brett steckt Rafaels Fuß. Wäre das in C. passiert, mein Leatherman-Universalwerkzeug hätte versagt! Sogar einen eigenen Arzt hat das Insotel, aber Rafael beschließt, dass wir den nicht brauchen.

Er beschließt auch, in diesem Urlaub nicht mehr zu skaten. Oder - zumindest keine Stunts mehr zu üben. »Die Anlage ist ja schön«, sagt er, »aber hast du gesehen, wie uneben das Pflaster hier ist?« Am Nachmittag tobt er wieder über den Fußballplatz.

Der Insotel Club Punta Prima liegt auf einem sanften Abhang an der Südostspitze Menorcas, etwa hundert Meter vom Meer entfernt. Im Westen grenzt er an die gewachsene Feriensiedlung Punta Prima, auf den drei anderen Seiten ist er vom dunklen Immergrün Menorcas umgeben: Macchia, Rosmarinbüsche, wilde Kamille, dazwischen krüppelige Bäumchen. Für die Hotelanlage hat man ein paar Hektar dieses dunklen Grüns geopfert. Jetzt leuchtet zwischen den einstöckigen Reihenhäuschen und dem flachen Restaurantgebäude, zwischen Tennisplätzen und Swimmingpools - helles, saftiges Rasengrün.

Man hat natürlich ein paar hundert neue Bäume gepflanzt. Wer Urlaub am Mittelmeer bucht, erwartet schließlich Palmen, Oliven, Pinien und Zedern! Wer Mittelmeer bucht, erwartet offenbar auch Säulen, deshalb sehen die rosa, gelben und ockerfarbenen Häuschen ein bisschen griechisch-römisch aus.

Wer fünf Sterne bucht, erwartet Pracht, und deshalb wohl sieht das Empfangsgebäude aus wie der Traum eines Scheichs vom Persischen Golf: viel Marmor, viel Rauchglas, viel Gesims und Gesäule. Und darüber ein zeltartiges grünes Blechdach.

Andererseits: Man gewöhnt sich an alles. Auch an den Luxus. Wir ziehen zum Abendessen lange Hosen an und gehen ins Restaurant Nummer 3. Das ist, wie die beiden anderen, voll klimatisiert. Wenn wir »Noch ein bisschen Wein« sagen, »Un poco más«, bringt Paola gleich eine ganze Flasche. Die ist inklusive, genau wie Cola für die Kinder.

Und nach dem Essen müssen wir nicht ausdiskutieren, wer abwäscht.

Wir gewöhnen uns daran, dass wir nicht mehr im Haus La Paz wohnen, sondern im Appartement 5605. Schon am dritten Tag geht uns die Nummer ganz locker über die Lippen, wenn wir einen Tennisplatz buchen. Wir gewöhnen uns an die Atmosphäre am Pool: fröhliches Kindergekreisch, Sonnenölduft, Bild-Zeitungsrascheln. Nach acht Uhr früh gibt es keine freien Liegen mehr. Der Routinier reserviert im Morgengrauen, nimmt seinen Platz aber erst gegen Mittag ein. Wir gewöhnen uns daran, dass täglich, kurz nach dem Mittagessen, zwei Zimmermädchen durchs Appartement fegen. Sie machen die Betten, bringen frische Handtücher, wischen den Boden, sagen »Hasta mañana« und - weg sind sie.

»
Die Anlage ist ja schön«, sagt Rafael, »aber 5 Sterne? Die sollten auch die Kuscheltierbehandlung bewerten!« Sein Teddy, der noch schlief, liegt jetzt mit dem Gesicht nach unten auf dem Küchentisch. Soll ich Rafael mit Mathematik quälen, jetzt in den Ferien? Soll ich ihm vorrechnen, warum 1000 Gäste und 250 Kopf Personal nie und nimmer 5 Sterne ergeben? Und warum die Zimmermädchen nach acht Stunden Arbeit weder Zeit noch Nerven haben, seinen Teddy zu drapieren?

Nein, es sind Ferien. Und deshalb beschließen wir, das alles zu genießen: die Sonne, die Luft, den Blick aufs Meer und auf die Isla del Aire und den schwarzweiß gestreiften Leuchtturm. Fünf Sterne, vier oder drei - was soll's, wenn wir in der Nacht die Milchstraße sehen und echte Sternschnuppen mit Schweif?

Grüner Rasen und Wassermangel

Die Mutter meiner Kinder will sich nicht mehr über das sparsame Sportangebot ärgern (zwei Bogenschießplätze und nur vier Bogen für all die Leute!), sondern die Wartezeit für nette Gespräche nutzen. Außerdem bucht sie das große Rundum-Paket in der hoteleigenen Schönheitsfarm.

Anna spielt Tennis und findet es »krass«, dass ihr Tennislehrer »original wie Zlatko« spricht. Rafael verschwindet oft stundenlang im Mini-Club. Zum Töpfern, Fussballspielen, auch zum - na ja! - Videoschauen. Abends erzählt er, wie nett die »Pfleger« seien. Es dauert ein bisschen, bis wir kapieren, dass er die Animateure meint. »Amateure« korrigiert er sich.

Und schließlich gewöhnen wir uns sogar daran, dass jeden Morgen, pünktlich um neun, die Rasensprinkler vor unserer Terrasse ausfahren und alles unter Wasser setzen. Deshalb ist der Rasen so schön grün!

Es wäre uns tatsächlich gelungen, auch das noch positiv zu sehen, wenn ich nicht ein paar Tage später Miquel Camps getroffen hätte. Er erzählt mir, dass der Grundwasserspiegel in Menorca jährlich um einen Meter sinkt, weil die Hotels - zum Beispiel zum Rasengießen - einfach zu viel Wasser verbrauchen. Schon dringt Meerwasser in die unterirdischen Reservoirs ein.

Und auch die Bauern beuten die Wasserreserven Menorcas schamlos aus. Damit sie Mais anbauen und ihre Kühe billig füttern können. Denn den Milchpreis diktiert die Käsefabrik in Mahón, die größte Spaniens. Und produziert billigen Käse für ganz Europa ...

Miquel Camps ist Geschäftsführer des GOB, des Balearischen Vereins für Ornithologie und Naturschutz. Vor Jahren hat der GOB einen Prozess gegen ein Golfplatzprojekt gewonnen - ein Projekt nordöstlich von Punta Prima, etwa an jener Stelle, an der jetzt der Insotel Club steht. Miquel Camps rauft sich den schwarzen Haarschopf. »Es wird einfach zu viel gebaut auf der Insel. Die Baulobby ist zu stark! Und ganz Europa will sein Schwarzgeld loswerden.«

Inzwischen gibt es an jeder menorquinischen Straßenecke mindestens zwei Immobilienhändler. Ihre Schaufenster hängen voller bunter Bilder: Appartementanlagen, Ferienhäuser, Sommervillen. Praktischerweise die Preise meist gleich in Mark oder Pfund. Es wird gerodet, gebaut und versiegelt, was das Zeug hält. Derzeit wohnen im Winter knapp 70.000 Menschen auf Menorca, in der Sommersaison kommen bis zu 100.000 Hoteltouristen dazu. Wenn es nach den Politikern (und den Lobbyisten) geht, soll die Gesamtzahl langfristig auf mehr als 360 000 steigen. »Absurd!«, sagt Miquel Camps. »Diese Zahl ist unser Hauptproblem.«

Und doch hat er Grund zum Optimismus. Seine Augen blitzen kämpferisch. Vor einiger Zeit verfügte die Regierung in Palma einen totalen Baustopp für alle Baleareninseln - nicht zuletzt wegen der großen Demonstrationen, die der GOB auf Menorca, Mallorca und Ibiza organisiert hatte. Zwei Jahre lang soll jede Insel nun über ihre Zukunft nachdenken und einen Entwicklungsplan erstellen, einen pla territorial parcial. Immerhin: Vertreter der GOB sitzen in der Kommission, die den Plan für Menorca erarbeiten wird.

Den letzten Abend verbringen wir nicht im Hotel. Nach dem Essen fahren wir noch einmal hinüber nach C. Und alle sitzen sie in der Bar: der dicke Manolo, der Goldzahn-Manolo, seine Frau. Wir erzählen ein bisschen vom Luxus. Wir schwören, dass wir im nächsten Jahr wieder nach C. kommen.

»
Habt ihr schon gehört«, fragt da der Goldzahn-Manolo und senkt die Stimme, »habt ihr gehört, dass Abelardo die Bar verkaufen will? Er ist zu alt, sagt er. Er hat schon ein Angebot. Von einem Amerikaner.«

Warum, verdammt noch mal, kann nichts so bleiben, wie es ist?

Ob der Amerikaner auch »Servido!« sagen wird, wenn er den tinto auf den Tisch stellt?.

Quelle: Die ZeitSeitenanfang

Kurznachrichten

Jahn-Reisen

Im Katalog von Jahnreisen finden sich keine Angebote mehr zu Menorca.

Hauptstraße Alaior - Ferreries

Die von Alaior über Mercadal nach Ferreries verlaufende Hauptverbindungsstraße wurde geteert u. mit neuen Fahrbahnmarkierungen versehen. Die Arbeiten sind abgeschlossen.

Antennenwald auf dem Monte Toro

Die auf dem höchsten Berg Menorcas Monte Toro montierten Antennen sollen entfernt werden. An deren Stelle soll es nur noch einen Mast geben.

BSE-Fall auf Menorca

Die Regierung der Balearen bestätigte einen neuen Fall von BSE auf Menorca. Die betroffene Herde wurde getötet. Der letzte Fall war im Januar dieses Jahres auf einer Finca bei Ciutadella aufgetreten.

Menorca-Info Pauschalreisen

Neben dem bereits bestehenden Angebot an Reservierungen von Campingplätzen, Mietwagen, Yacht-Charter, Appartements und Ferienhäusern bietet Menorca-Info für 2003 auch alle Pauschalreisen nach Menorca von Alltours, Neckermann, Thomas Cook, TUI, 1-2Fly, etc. an.

Kostenfreie Zusatzleistungen sind hierbei:
- Reservierungen mit Zimmernummer
- Lageplan des Appartements/Zimmers
- Ausflugstipps und eine
- individuelle Hotelberatung.

Weiterhin können alle Landhotels direkt über Menorca-Info gebucht werden.

Campingplatz S'Atalaia

Der Pächter des Campingplatzes S'Atalaia an der Straße zwischen Ferreries nach Cala Galdana wird im nächsten Jahr möglicherweise nicht den Platz weiterführen. Es wird zur Zeit ein Nachfolger gesucht.

Hinweise und Tipps zu Veranstaltungen, Kultur, Sport und Musik auf Menorca gibt es für die nächste Saison Anfang 2003.

Quelle: Menorca-InfoSeitenanfang

Restaurant: Itake

Am Ende des Hafens von Mahon befindet sich das kleine Restaurant itake mit der Hausnummer 317. Der eher kleine Raum ist immer gut besetzt und es ist in den Sommermonaten ratsam rechtzeitig zu reservieren.

Eingang zum Restaurant Itake
Eingang zum Restaurant Itake

Das Restaurant bietet inter-nationale und menorquinische Küche zu kleinen Preisen. Die typisch touristischen Gerichte wie Pommes oder Schnitzel, eine deutsche oder englische Speisekarte sind hier nicht zu finden. Wer allerdings etwas neues probieren möchte ist hier richtig. Spezialitäten sind Kängurufleisch und diverse überbackene Gerichte. Einige hausgemachte Desserts runden die Speisekarte ab. Der Service war freundlich und korrekt.

Vorspeise
Vorspeisenteller

Jeder Gast erhält ein anderes Glas und auch die Teller wiederholten sich nicht. Entweder legt man hier großen Wert auf Individualität oder das Geschirr wurde über Jahre hinweg mühsam zusammen gesammelt.


Brocheta itake (9,81 €)

Alle Preise zuzüglich Mehrwertsteuer (IVA)

Im Restaurant
Blick ins Restaurant

Ratsam ist ein Blick auf die an der Wand hängende Tafel mit den Tagesempfehlungen. Bei uns gab es Straußenfleisch und Känguru mit Pilzsauce.


Musaka (6,07 €)

Frische Ananas mit Crema Catalana
Piña natural con Crema Catalana (3,80 €)
Frische Ananas mit Crema Catalana

Restaurant itake.
Moll de Llevant, 317 - Mahon Hafen
Tel: 971-354570

Bisher wurde über folgende Restaurants berichtet:
- Es Moli de Foc in Sant Clemente (5/2001)
- Liorna in Ferreries (6/2001)
- Es Barranc in Cala Galdana (7/2001)
- Opera Straße Alaior nach Son Bou (8/2001)
- El Gallo Straße Ferreries-Galdana (9/2001)
- Can Olga in Es Mercadal (10/2001)
- S'Engolidor Restaurant und Pension (03/2002)
- S' Eixerit in Es Mercadal (04/2002)
- Ca's Ferrer de sa Font (08/2002)

Senden auch Sie uns per Mail Ihre Erfahrungen und Empfehlungen. Wir werden diese gerne hier veröffentlichen.

Quelle: Menorca-InfoSeitenanfang

Die Redaktion stellt vor: Ralf Freiheit

Ralf Freiheit wohnt seit vielen Jahren auf Menorca und kennt die Insel inzwischen besser als mancher Einheimische.

Bedingt durch seine langjährige Tätigkeit als Reiseleiter ist ihm mit Menorca - a poc a poc ein ausführliches und interessant geschriebenes Werk gelungen. Es richtet sich nach seinen eigenen Worten, "an den neugierigen Besucher, der die vielfältigen Gesichter Menorcas kennen lernen möchte".

Mit Xauxa gründete er später eine Firma, die im Auftrag von mehreren Reiseunternehmen Wanderungen und andere Veranstaltungen für Touristen auf der Insel durchführt.

Am liebsten zeigt er immer noch im Frühjahr und Herbst interessierten Besuchern zu Fuß "seine Insel".Seitenanfang

Quelle: Menorca-Info

Ralf Freiheit
Ralf Freiheit

Ausflug zum Ecomuseum

Am 30. September entschlossen wir uns mit unseren beiden 6 u. 7 Jahren alten Töchtern das Ecomuseum am Cap de Cavalleria zu besuchen. Zunächst wollten wir zum Leuchtturm und auf dem Rückweg dann am Museum anhalten. Die Frage "Wie lange dauert es denn noch?" hatten wir erwartet, zieht sich die schmale geteerte Straße bis zum kleinen Parkplatz am Ende doch ziemlich.

Leuchtturm Cap de Cavalleria
Die Klippen reichen über 90 m in die Tiefe.

Der Ausblick von den Felsen hinunter zum Meer, der kleine Steinbruch aus dem die Steine zum Bau des Leuchtturms gebrochen wurden und vor allem die Höhle mit dem am Ende direkt über den Klippen endendem Ausgang, entschädigten für die Anfahrt.

Der Weg zurück wartete mit einer kleinen Überraschung auf uns. Plötzlich war der Weg durch Ziegen versperrt. Für unsere Kinder das Erlebnis. Neugierig versuchte eine Ziege sogar ins offene Fenster einzusteigen.

Ziegen auf Menorca sind neugierig
Neugierige Ziegen

Die Kinder stiegen aus, streichelten und fütterten die Tiere und waren hellauf begeistert. Am liebsten hätten sie zwei der kleinen Zicklein in das Auto eingeladen und mit nach Hause genommen.


Vorsichtig kommen die Ziegen näher

Unsere beiden Mädchen waren mitten in ihrem Element, lieben sie doch Tiere über alles. Und wo gibt es zu Hause auch solch zutrauliche Ziegen zu sehen.

Ziegenfütterung
Ziegenfütterung

Nach kurzer Zeit kamen zwei weitere Autos mit kleinen Kindern und betrachteten den "Streichelzoo". Auch ein großer Ziegenbock versucht etwas von dem zu verteilenden Brot abzubekommen. Nur schwer waren die Kinder zum Abschiednehmen zu bewegen.

Leuchtturm Cap de Cavalleria
Blick aus dem Höhleneingang zum Leuchtturm

Nach wenigen Minuten hielten wir leicht nach Ziegen stinkend am Ecomuseum auf dem davor liegenden Parkplatz. Gegen Zahlung des Eintritts gab es für jeden eine deutschsprachig Informationsbroschüre mit Hinweisen zum Rundgang.

Ausstellungsraum
Ausstellungsraum

Im Ausstellungsraum stehen Vitrinen mit den Fundstücken aus der Region. Weiterhin gibt es ein Modell eines römischen Lagers, einen Videofilm über die Ausgrabungen, viele Fotos und eine alte Kochstelle.


Nägel verschiedener Größen

Die Kinder stellten viele Fragen, schauten sich interessiert die vielen Fundstücke an und bewunderten den in einer Ecke aufgestellten Römer aus Pappe.

Römische Bronzemünzen
Römische Bronzemünzen

Am Ausgang befindet sich ein kleiner Shop, in dem der Besucher kleine Souvenirs erwerben kann.


Shop am Ein-/Ausgang zum Museum

Quelle: Menorca-InfoSeitenanfang

Copyright © 2010 - Letzte Aktualisierung: 29.04.10    zurück Seite drucken